Was bestimmt einen gesunden Schlaf? – Teil 1: Schlaftypen & – arten

Dass der Mensch ausreichend Schlaf braucht, um zu „funktionieren“ und seinen Alltag zu meistern, ist klar. Doch was macht einen wirklich „gesunden“ Schlaf überhaupt aus? Worauf müssen wir achten, damit er tatsächlich erholsam für uns ist?

Welcher Schlaftyp bin ich?

Ein schickes Bett mit Kissen drauf
Es gibt verschiedene Arten vom Schlaf – zu welchem Schlaftyp gehören Sie?

Die einen arbeiten regelmäßig ganze Nächte durch und kommen dafür am Vormittag kaum aus dem Bett, andere dagegen können sich abends gar nicht früh genug in ihre Kissen verkriechen. Diese Vorlieben „gewaltsam“ zu ändern ist schwer und tut uns nicht gut, denn ob wir „Eulen“ oder doch eher „Lerchen“ sind, ist letztendlich in unseren Genen verankert. Auch unser persönlicher Schlafbedarf – also wie viel Schlaf wir brauchen, um uns tagsüber ausgeruht und fit zu fühlen – ist individuell verschieden und genetisch bedingt. Während manche mit nur fünf Stunden Schlaf pro Nacht problemlos auskommen, fühlen sich andere wie gerädert, wenn sie weniger als zehn Stunden pro Nacht im Bett verbringen. Durchschnittlich brauchen Erwachsene jedoch etwa acht Stunden Schlaf täglich. Um festzustellen, welchen Schlafbedarf sie haben, sollten Sie darauf achten, wie müde oder ausgeruht Sie sich über den Tag hin fühlen. Wenn Sie häufig müde sind und sich zwischendrin gerne öfter mal ein wenig hinlegen würden, dann bekommen Sie in der Nacht vermutlich zu wenig Schlaf.

Von Tiefschlaf- und Traumphasen

Am wichtigsten für einen erholsamen Schlaf sind die sogenannten Tiefschlafphasen. Diese verteilen sich bei einem gesunden Schläfer über die ganze Nacht und wechseln sich mit leichteren Schlafphasen ab. Innerhalb einer halben Stunde nach dem Einschlafen landet man normalerweise in der ersten Tiefschlafphase, aus der man nur schwer geweckt werden kann. Wenn der Schlaf dann wieder leichter wird, beginnt irgendwann die erste Traumphase, von der es dann wieder in die nächste Tiefschlafphase geht, usw. Im Lauf der Nacht werden die Tiefschlafphasen kürzer, die Traumphasen dagegen immer länger – bis man dann irgendwann aufwacht. Insgesamt nimmt der Leichtschlaf ca. 50% der Nacht ein, der Tiefschlaf macht etwa ein Viertel der Schlafenszeit aus. Etwa ein Fünftel verbringt der Schläfer im Traumschlaf. Auch Wachzeiten in der Nacht sind vollkommen normal. Die meisten Schlafenden erwachen nächtlich bis zu 23 Mal für länger als eine Minute, ohne sich dessen bewusst zu werden. Ein bis viermal pro Nacht sind wir sogar über fünf Minuten lang wach.

Die richtige Schlafposition

Durchschnittlich wechseln wir pro Nacht zwar bis zu 60 Mal unsere Schlaflage, eine Lieblingsposition, in der wir am besten einschlafen können, haben die meisten von uns aber trotzdem. Ungefähr sieben Prozent der Menschen sind Rückenschläfer, wesentlich mehr schlafen am besten auf dem Bauch, und 68% der Schläfer ist die Seitenlage am liebsten. Eine richtige oder falsche Position gibt es dabei nicht wirklich, wichtig ist lediglich, dass wir uns unserer persönlichen Lage entsprechend richtig betten, um Schmerzen, Verspannungen und andere gesundheitliche Probleme zu vermeiden.

Tipps für gesunden Schlaf

Damit es mit dem Einschlafen klappt und wir die Erholung bekommen, die wir benötigen, können wir einige Tipps beherzigen:

  1. Richtige Umgebungstemperatur: Beim Schlafen sinkt die Körpertemperatur des Menschen leicht ab. Ist die Temperatur im Schlafzimmer zu hoch, wird dieser Mechanismus verhindert und wir wälzen uns die ganze Nacht über im Bett herum auf der Suche nach kühlen Stellen. Die optimale Temperatur für diejenigen, die nachts einen Schlafanzug tragen, liegt zwischen 16 und 19 Grad, bei Nacktschläfern sind es um die 30 Grad.
  2. Richtige Lichtverhältnisse: Die Helligkeit, der wir dank Straßenbeleuchtung, Displays und Lämpchen elektronischer Geräte etc. mittlerweile nachts ausgesetzt sind, entspricht nicht mehr den natürlichen Lichtverhältnissen und kann zu Schlafschwierigkeiten führen. Mehr Dunkelheit kann also eventuell bei Einschlafproblemen hilfreich sein.
  3. Richtige Getränke am Abend: Koffeinhaltige Getränke wie Kaffee oder schwarzer Tee führen oft dazu, dass abends das Einschlafen schwer fällt. Sie sollten daher ab dem Nachmittag eher vermieden werden. Auch Alkohol ist für gesunden Schlaf eher ungeeignet: mit ihm schläft man zwar in der Regel schneller ein, Alkohol führt allerdings zu weniger Tiefschlaf und schnellerem Aufwachen in der Nacht.

 

Bildquelle/ Copyright: B Short 2010

Betti Schorz

Ich bin Betti Schorz, Betreiberin dieses Blogs. Meine Leidenschaften schließen u.a. Yoga, Malen und Gesundheit ein. Sie finden mich jetzt auch bei Google+: Google - ich freue mich immer auf Ihre Kommentare und Kooperationsanfragen!

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