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Gefährlicher Waldspaziergang: Der Eichenprozessionsspinner ist weiter aktiv

Noch ist die Gefahr nicht gebannt: Der Eichenprozessionsspinner kann noch in vielen Bundesgebieten Allergien und Ekzeme auslösen.

Der Eichenprozessionsspinner – ein Gesundheitsschädling
Ein kleiner Nachtfalter sorgt besonders in diesem Jahr für Aufregung bei Allergikern und Forstwirten. Der früher eher selten anzutreffende Eichenprozessionsspinner hat sich in den letzten Jahren massiv in Deutschland ausgebreitet. Ursprünglich ist der kleine Schmetterling im Süden Europas beheimatet und breitete sich erst in den 90er Jahren verstärkt in nördlichen Eichenwäldern aus. Für die Forstwirtschaft hat der Schmetterling eher geringe Bedeutung, doch für die Gesundheit wird der Eichenprozessionsspinner zu einem ernstzunehmenden Problem. Die Gefahr geht hierbei durch die so genannten Brennhärchen der Raupe aus. Die Härchen sind mit kleinen Widerhaken versehen, die das Nesselgift Thaumetopoein beinhalten.

Straßenschild mit Warnung über den Eichenprozessionsspinner

Wie gefährlich ist aber dieser unauffällige Schmetterling?

Schon wenige Stunden nach dem Kontakt mit den Brennhärchen kommt es zu toxischen als auch allergischen Reaktionen vor allem mit der Haut. Die typischen Symptome sind lokale Hautausschläge und Pustelbildungen. Neben den Hautreaktionen kann es auch zu Atemwegserkrankungen, Reizungen der Schleimhäute und Bindehautentzündungen kommen. Die allergischen Reaktionen können mehrere Tage oder mitunter wochenlang andauern. Wenn es zu einem Kontakt mit dem Schädling gekommen ist, sollte man als Erste – Hilfe-Maßnahmen die Kleidung wechseln und ausgiebig Duschen.

Wie erkennt man den Schädling?
Der Eichenprozessionsspinner ist eigentlich ein unscheinbarer Schmetterling. Seine Vorderflügel sind grau mit dunklen schwachen Querstreifen durchsetzt. Er ist vor allem in den Abendstunden von Juni bis Mitte September aktiv. Der Falter durchläuft mehrere Entwicklungsstadien, die sich in Dauer und Phänomenologie des Tieres sehr unterscheiden. Schon im Herbst entwickeln sich die Jungraupen, die in ihren Eiern den Winter überstehen. Wenn es Frühling wird, beginnen die ersten Raupen zu schlüpfen. Insgesamt vergehen sechs Entwicklungsstadien bis zum adulten Tier. Für den Menschen gefährlich sind vor allem die Raupen des Eichenprozessionsspinners. Nach der Verpuppung im Juni verlassen die Raupen ihre großen spinnenartigen Nester, die sich an den Astgabelungen von Eichen befinden.
Wie der Name erahnen lässt, bilden die Falter langen Prozessionsreihen am Stamm entlang der Eichen. Diese beeindruckenden Prozessionen kann man vor allem nach der Verpuppung beobachten, wenn der Eichenprozessionsspinner sich auf Nahrungssuche begibt. Die Prozessionsreihen können dabei bis zu 10 m lang sein. In den verlassenen Nestern lassen sich noch Reste der Raupe von Häutungen, Raupenkot und Hülsen finden, weshalb auch die eigentlichen Nester eine Gefahr darstellen können.

Wie kann man sich schützen?
Der beste Schutz vor dem Schädling ist die Gebiete so weit wie möglich zu meiden. Auf jeden Fall sollten die Nester, Tiere oder Haarbüschel nicht mit den Händen berührt werden. Aber nicht nur der unmittelbare Kontakt ist gefährlich. Die feinen Härchen des Falters können sich auch mit dem Wind großräumig verteilen. Die Nester und Haare des Eichenprozessionsspinners bilden unter Umständen für Jahre eine Gefahr für allergische Reaktionen.

Für die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners ist unbedingt ein Fachmann vor Ort notwendig. Das gesundheitliche Risiko und der mögliche Einsatz von Insektiziden erfordern bei der Bekämpfung fachkundiges Vorgehen und sollte nicht selbst in die Hände genommen werden.

 

Über den Autor
Sophie Hulkoff ist Redakteurin in der Berliner Werbeagentur Berliner Werbeagentur „Bei Freunden“. Sie unterstützt die Agentur nicht nur bei der Erstellung redaktioneller Beiträge sondern auch im Bereich Online-Marketing.

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Sonnenallergie: Ursachen, Symptome und Therapiemöglichkeiten

Sonnenallergie: Ursachen, Symptome und Therapiemöglichkeiten

Ein Sonnenbad ist für viele die schönste Form der Erholung. Es gibt jedoch auch zahlreiche Menschen, die die Sonne nicht unbeschwert genießen können. Ein Sonnenbad führt bei ihnen zu unangenehmen Hautrötungen und zu juckenden Pusteln. Sie leiden unter Sonnenallergie. Wie äußern sich die Symptome? Und was können Betroffene gegen die Sonnenallergie tun?

Hügelige landschaft und die Sonne

Man sollte die Sonne genießen aber auch Respekt dafür haben

Rote Pusteln und quälender Juckreiz

Tatsächlich verbergen sich hinter dem umgangssprachlichen Namen Sonnenallergie gleich drei verschiedene Krankheiten, die sich mit leicht unterschiedlichen Symptomen zeigen. Die häufigste Form wird in der Medizin als Polymorphe Lichtdermatose oder kurz PLD bezeichnet. Dabei handelt es sich um eine allergische Reaktion der Haut, von der vor allem Hautpartien betroffen sind, die nicht so häufig der Sonne ausgesetzt werden. Zu den Symptomen gehören juckender Ausschlag, Pusteln oder Hautquaddeln. Ausgelöst werden die Symptome durch Sonneneinstrahlung, die genaue Ursache ist allerdings noch unbekannt. Abhilfe schafft ein Sonnenschutz mit einem hohen UV-A Schutz. Dafür eignet sich unter anderem der Inhaltsstoff Mexoryl. Die Einnahme von Vitamin A oder eine Lichttherapie beim Hautarzt können vorbeugen.

 Mallorca-Akne und photoallergische Reaktion

Eine zweite Form der Sonnenallergie ist die sogenannte Mallorca-Akne. Die Haut reagiert auf die Verbindung von Sonnenlicht und fetthaltigen Sonnenschutzmitteln sowie dem körpereigenen Talg. Symptome sind kleine, gerötete Pusteln, die Juckreiz auslösen können. Fettfreie Gele statt Cremes beugen der Mallorca-Akne vor. Gegen die akuten Symptome der Sonnenallergie und der Mallorca-Akne helfen kühlende Kompressen oder spezielle Cremes mit kühlenden Inhaltsstoffen. Ziehen Sie jedoch vor der Anwendung einen Hautarzt zu Rate. Wechselwirkungen mit Arzneimitteln, aber auch mit Nahrungsmitteln, können zur dritten Form der Sonnenallergie, der photoallergischen Reaktion, führen. Schmerzhafte Rötungen sind oft die Folge. Die Therapie besteht aus kortisonhaltigen Cremes oder der Einnahme von Antihistaminika.

Therapie in Zusammenarbeit mit dem Hautarzt

Sonnenallergie ist lästig und schmerzhaft. Je nach Form können spezielle Vorbehandlungen und Vitamine vorbeugen. Für die Therapie sollten Sie in jedem Fall einen Hautarzt zu Rate ziehen, um die gereizte Haut nicht noch mehr zu schädigen.

 

Bildquelle (c): Outdoor-Momente

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