Nach einem Unfall zum Pflegefall – Was nun?

Ein Pflegefall tritt in der Regel vollkommen unerwartet ein und nur wenige Menschen wissen, was nach einem solchen Schicksalsschlag zu tun ist, um den Alltag auch in Zukunft meistern zu können. Hier stellen sich Betroffenen vor allem Fragen nach ersten Anlaufstellen und zustehenden Leistungen, die dabei helfen, das Leben nach einem Unfall oder ähnlichem so einfach wie möglich zu gestalten.

Die Pflege in den eigenen vier Wänden – Das ist zu beachten

Tritt ein Pflegefall aufgrund eines Unglücks ein, sollte als erstes eine kompetente Beratungsstelle aufgesucht werden, die Betroffenen alle wichtigen Informationen zum Thema bereitstellt. Essentielle Anlaufstellen sind hier beispielsweise die eigene Kranken- beziehungsweise Pflegeversicherung, behandelnde Ärzte, unabhängige Patientenberatungen oder die Beratungsstelle des Bundesministeriums für Gesundheit. Weiterhin ist die Nutzung eines Pflegeleistungsrechner hilfreich, mit dessen Hilfe die zustehenden Leistungen und Zuschüsse exakt berechnet werden können. Wer die betroffene Person im eigenen Heim pflegen möchte, sollte ebenfalls einige Dinge im Vorfeld bedenken. So ist die eigenständige Pflege nur Menschen zu empfehlen, die psychisch und physisch robust sind, da die Betreuung eines Pflegefalls hier sehr belastend sein kann.

Ein Leben im Rollstuhl muss nicht zwangsläufig die Mobilität einschränken.

Ein weiterer, wichtiger Punkt ist die Größe der vorhanden Räumlichkeiten, da in der Regel mehr Platz benötigt wird, um den Haushalt behindertengerecht umzubauen. Wenn der Pflegefall in seiner Bewegungsfähigkeit nach einem Unfall stark eingeschränkt und beispielsweise auf einen Rollstuhl angewiesen ist, sind in der Regel große Umbauten notwendig, die vor allem Bereiche wie Treppen, Bad, Küche und Schlafzimmer betreffen. Werden solche Maßnahmen benötigt, sollte in jedem Fall ein Antrag auf Fördergelder gestellt werden. Seit 2015 bezuschusst die Pflegekasse Umbauten dieser Art mit bis zu 4.000 Euro pro Maßnahme. Weiterhin sollte eine Pflegestufe beantragt werden, was am besten über einen ambulanten Pflegedienst oder den Sozialdienst eines Krankenhauses durchgeführt wird. Sollte der Antrag auf Pflegestufe abgelehnt werden, empfiehlt es sich sofort Widerspruch einzulegen.

Welche wohnumfeldverbessernden Maßnahmen werden notwendig?

Wenn der Betroffene in seiner Bewegungsfähigkeit stark eingeschränkt ist und im Haus wichtige Räume nur über Treppen erreichbar sind, sollten hier unbedingt Umbaumaßnahmen durchgeführt werden. Eine kostengünstige sowie praktische Lösung sind Treppenlifte, wie beispielsweise die Produkte der Firma Garaventalift. Hierbei handelt es sich um Lifte, der in der Lage ist, sich entlang einer Treppe zu bewegen und ein hohes Maß an Sicherheit und Komfort gewährleisten. Ein weiterer Punkt ist das Bett, das ebenfalls den individuellen Einschränkungen des Betroffenen angepasst werden muss. Häufig muss es hier allerdings nicht immer ein vollausgestattetes Pflegebett sein, da in vielen Fällen auch ein einfaches, verstellbares Seniorenbett seinen Zweck erfüllt. Weitere Umbaumaßnahmen werden in der Regel im Bereich des Badezimmers fällig, wo Dinge wie zum Beispiel Haltegriffe installiert werden müssen, um eine möglichst einfache Bedienung der Sanitäranlagen zu ermöglichen.

Foto: Anna Tankeh / freeimages.com

Betti Schorz

Ich bin Betti Schorz, Betreiberin dieses Blogs. Meine Leidenschaften schließen u.a. Yoga, Malen und Gesundheit ein. Sie finden mich jetzt auch bei Google+: Google - ich freue mich immer auf Ihre Kommentare und Kooperationsanfragen!

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