Gesundheitstipps für eine Reise nach Kenia

Fernreisen gehören schon seit geraumer Zeit zum Standard bei der Wahl des Urlaubsziel deutscher Reisender: nur kurz zum nächsten Flughafen und in wenigen Stunden um den halben oder ganzen Erdball gehoppt. Dabei wird gerne vergessen, dass man sich mit einer solchen Fernreise in Regionen begibt, deren gesundheitlichen Gefahren der Körper eines Europäers ohne Schutz oft nicht gewachsen ist. Nicht umsonst gibt es die Tropenmedizin als eigene Disziplin.

Da Kenia aufgrund seiner Vielzahl an Möglichkeiten zu Safaris und seiner guten Infrastruktur als besonders attraktives Ziel nicht nur in Ostafrika, sondern auf dem gesamten Kontinent gilt, folgen hier die wichtigsten Gesundheitstipps für Kenia.

Giraffe
Afrika ist ein wunderschöner Kontinent, birgt aber auch einige gesundheitliche Risiken

Vor Ort gibt es neben vielen weiteren drei große gesundheitliche Gefahren.

Da wäre zunächst die aggressive Variante von Malaria. Allein in Kenia kommt es zu über 100.000 Erkrankungsfällen pro Jahr. Europäer sind seltenst gegen Malaria immun, tückischerweise bricht die Krankheit oft auch erst Wochen nach der Infektion aus. Dann ist der oder die Reisende aber längst wieder zu Hause und ahnt vielleicht nichts von dieser Verbindung zu einer innerlich längst abgehakten Reise nach Kenia.

Es gibt die Möglichkeit einer chemischen Prophylaxe, dazu sollte man stets Kleidung tragen, welche den gesamten Körper bedeckt. Insektenschutzmittel sollte über den Tag verteilt wiederholt aufgetragen werden und nicht zuletzt gilt es, die Nacht stets unter einem Moskitonetz zu verbringen.

Überall im südlichen Afrika ist die HIV-Rate erschreckend hoch. Das gilt auch für Kenia mit etwa 8% Infizierten unter allen erwachsenen Kenianern. Prostituierte sind mancherorts zu 90% mit HIV infiziert. Bei jeglichem sexuellen Kontakt gilt es sich angemessen zu schützen, dazu besteht bei Drogenkonsum über Spritzen sowie Bluttransfusionen eine hohes Risiko der HIV-Infizierung.

Cholera ist in Kenia endemisch und bricht immer wieder trotz Vorsichtsmaßnahmen und Bekämpfung aus. Wasser nur aus versiegelten Wasserflaschen nutzen, auch zum Zähneputzen und Geschirrspülen. Wer Nahrung selbst zubereitet, sollte dieser immer selbst schälen und Kochen. Wichtig ist es ebenso, die ganz sicher auftretenden Fliegen von der Nahrung fernzuhalten. Glücklicherweise ist eine Impfung gegen Cholera möglich, muss dann aber sinnvollerweise vor Beginn der Reise erfolgt sein.

Weitere in Kenia existierende Krankheiten sind Hepatitis A und B, dazu Tollwut, die Schlafkrankheit, Fleckfieber oder das ebenfalls durch Mücken übertragene Dengue-Fieber und im Süden von Kenia auch immer wieder aufflackernd die Pest. Neben den hier gelisteten Tipps zum Gesundheitsschutz bei einer Reise nach Kenia sollten die üblichen Impfungen vor Fernreisen erfolgt sein.

Informationen dazu und weitere Gesundheitstipps für Kenia sind auf dem großen deutschsprachigen Afrika-Portal Touring-Afrika.de erhältlich.

 

 

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